| Allgemeinbildung hat Zukunft – Zukunft der Allgemeinbildung
Dass Allgemeinbildung Zukunft hat, ist gewiss – wie diese aussehen wird, wissen wir nicht. Aber wir können darüber nachdenken, wie die Zukunft der Allgemeinbildung gestaltet wird, wie Entwicklungen gefördert und gestärkt werden könnten. Vor allem interessiert uns die Zukunft des allgemeinbildenden Unterrichts in der beruflichen Grundbildung. Drei Tagungen – drei Perspektiven Im Verlauf von drei Jahren wollen wir je eine Tagung durchführen, die je einer Perspektive des allgemeinbildenden Unterrichts (ABU) gewidmet ist.
Am ersten Anlass ging es um Vorstellungen der gesellschaftlichen Entwicklung und um die Funktion und den Zweck der Allgemeinbildung. Im Jahr 2012 steht das Integrationsfach ABU im Zentrum, und danach wenden wir uns der Didaktik des ABU zu.
Die zweite Tagung findet statt am Freitag, 16. März 2012, 9.30 – 16.30 Uhr in der Berufsschule Aarau, Tellistrasse 58, 5000 Aarau Kontexte und Perspektiven: ABU schlank und wichtig Gemäss der Verordnung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) vermittelt der allgemeinbildende Unterricht grundlegende Kompetenzen zur Orientierung im persönlichen Bereich und in der Gesellschaft sowie zur Bewältigung von privaten und beruflichen Herausforderungen. Diese Zweckbestimmung beschreibt pädagogische Verpflichtungen, die von hoher Bedeutung sind; geht es doch darum, Horizonte gemeinschaftlichen Lebens für junge Menschen zu öffnen und gleichzeitig ihrer Entwicklung zu autonomen, handlungsfähigen Persönlichkeiten Raum zu geben. Die Tagung vom 16. März 2012 in Aarau macht diese Aufgabe zum Thema. In Ateliers erörtern wir, wie der allgemeinbildende Unterricht einen verlässlichen Rahmen für berufliches und soziales Lernen mit Blick auf die nächsten Jahre zur Verfügung stellen kann; im Weiteren diskutieren wir aus verschiedenen Perspektiven folgende Leitfragen:
Wie muss ein zukunftsweisendes Fach ABU gestaltet werden?
Sind angesichts der Stärken und Schwächen des Fachs Veränderungen notwendig?
Der ABU ist nach Themen organisiert und interdisziplinär ausgerichtet. Die Lernenden werden befähigt, gesellschaftlich Wichtiges sowie Lebenspraktisches unter verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten und zu verstehen.
Sachlernen und Sprachlernen werden bewusst verbunden und ermöglichen den Lernenden, sich lebensweltrelevante Kompetenzen anzueignen.
Die Bedeutung des ABU ist wenig bewusst; in den BIVO ist der ABU zu knapp gewichtet.
Zahl der Unterrichtslektionen passt nicht zur Stofffülle, die der Lehrplan beinhaltet.
Der Unterricht in Fremdsprachen fehlt.
ABU ist als „allgemeines“ Fach ein Fremdkörper in einer Spezialisierungskultur. Entwicklungsperspektiven
ABU muss ein klares Profil gewinnen: gründlicher in der Themenausrichtung und praktikabler für die Lehrenden. 1/2
ABU muss die Kulturtechniken weiterhin (lesen, schreiben, rechnen) weiterhin vertiefen.
ABU braucht mehr Unterrichtszeit, mehr Lektionen.
Arbeitsweise Stärken, Schwächen und Entwicklungsperspektiven werden an der Tagung in drei Atelier-Runden diskutiert. Dozierende der drei Ausbildungsinstitutionen in der Deutschschweiz leiten die Ateliers.
Tagungsziele die Teilnehmenden:
-kennen Stärken, Schwächen und Entwicklungsperspektiven des allgemein bildenden Unterrichts ABU.
-erörtern Vorstellungen der Zukunft des ABU und tauschen diese aus.
-formulieren Postulate für die Weiterentwicklung des ABU.
Zielpublikum: Lehrpersonen für allgemeinbildenden Unterricht ABU und Interessierte
Programm:
09.00 Eintreffen der Teilnehmenden
09.30 Eröffnung – kultureller Beitrag
09.45 Begrüssung - Ergebnisse der ersten Tagung Rolf Gschwend
10.00 Atelier-Runde 1 EHB PHSG PHZH
11.15 Pause
11.45 Atelier-Runde 2 EHB PHSG PHZH
13.00 Mittagspause
14.15 Atelier-Runde 3 EHB PHSG PHZH
15.30 Kurzpause und Raumwechsel
15.45 Tagungsbeobachtungen
16.15 Ausblick Rolf Gschwend
16.30 Schluss Arbeitsgruppe Z-ABU
Organisatorisches und Anmeldung Angebotsnummer: 12.611.002 Tagungsgebühr: Fr. 190.- inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung
Anmeldung: per Post: PHBern, Institut für Weiterbildung, Weltistrasse 40, 3006 Bern per E-Mail: info-iwb@phbern.ch Online:Anmeldung PH Bern
Anmeldeschluss: 1. Februar 2012 (Durchführungsentscheid) |