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7. Januar 2022

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Januar-News vom SVABU

 
 

(Digitale) Aus- und Weiterbildung

SBFI Herbsttagung der Berufsbildung 2021

Von Theres Bernegger

Die Zukunft der Berufsbildung war das Thema der Herbsttagung. In der «Tour d’ Horzion» des SBFI, vorgetragen vom scheidenden stellvertretenden Direktor J. Widmer und Rémy Hübschi, Leiter der Abteilung Berufs- und Weiterbildung, wurden Trends wie Flexibilisierung und Dynamik und deren Wechselwirkung auf die Arbeitswelt und Gesellschaft ausgeführt. Diese Problematik wurde in zahlreichen Gesprächsrunden mit wechselnden Gesprächspartnern: innen, sowie Fachinputs auf vielfältige Weise aufgenommen. Hier der Link mit dem Einblick in die verschiedenen Referate und Fachinputs: https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/aktuell/veranstaltungskalender/herbsttagung-2021.html

Auch auf die verschiedenen Phasen des Projekts «ABU 2030» wurde ausführlich eingetreten. Der auf die Zukunft überprüfte und weiterentwickelte ABU hat zusammenfassend folgende Zielsetzung: die Entwicklung der Persönlichkeit, Zugang zur Arbeitswelt, Integration in die Gesellschaft, Befähigung zu einer nachhaltigen Entwicklung, Verwirklichung der Chancengleichheit, Fähigkeit zum lebenslangen Lernen. In der zum Zeitpunkt der Herbsttagung aktuellen Phase III ist im Oktober 2021 die Totalrevision des RLP beschlossen worden, ausgeschlossen davon sind Berufsbildungsgesetz und die Verordnung des SBFI über Mindestvorschriften. m Jahr 2022 sollten danach die Bildungsgrundlagen revidiert, 2023 wiederum der Erlass bezüglich der revidierten Grundlagen erfolgen. 2024 werden dann die SLPs überarbeitet, das Inkrafttreten ist 2025 geplant. Siehe Abbildung: https://www.svabu.ch/default.asp?PROJECTID=412

Im Fachinput «ABU 2030», geleitet von Odile Fahmy, Daniel Preckel, Monika Zaugg-Jsler, wurden die inhaltlichen Punkte näher erläutert. So ist der Stellenwert des ABU zu stärken. Dasselbe gilt für die Kommunikation der Verbundpartner von Beginn bis zur Umsetzung des Vorhabens. Ein einheitliches Denken, weg vom Silodenken, wurde gefordert, von der EBA bis zur Weiterbildung. Hierbei sollte auch die Erwachsenenbildung berücksichtigt werden.

Bei der intensivierten Kommunikation unter den Verbundpartnern werden in Zukunft Inhalte und Beiträge zur Sprache kommen. Denn im BKU sollen Handlungskompetenzen geschult werden, die im Berufsleben zum Einsatz kommen. Im ABU hingegen ist die Kompetenzorientierung bezüglich Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz zu vermitteln. Die Bildungsziele von ABU und BKU sind aufeinander abzustimmen. Das ungenügende, da zu unverbindlich formulierte Sprachkonzept wird bezüglich Erstsprache überarbeitet. Zudem sei eine schweizweite Vereinheitlichung in allen Belangen anzustreben. Die Verbindlichkeit des SLPs ist hierbei zu vertiefen. Die Zusammenarbeit, die Qualitätsprüfung, der Erfahrungsaustausch und Best Practice sollen institutionalisiert oder konkretisiert werden.

Netzwerkgruppen sind für die Überarbeitung des SLPs vorgesehen. Weiter ist vorgesehen, dass die Schlussprüfung wegfällt, hingegen an einer kompetenzorientierten Abschlussarbeit, allerdings mit nationalem Qualitätsstandard, wird festgehalten. Die Mitarbeit der ABU Lehrpersonen, vertreten im SVABU durch Simon Haueter, ist beim Ausarbeiten des RLP ABU und den Leitdokumenten, vorgesehen. Eine ABU-Vertretung wird bei zukünftigen Revisionen der Bildungsverordnungen der einzelnen Berufe neu miteinbezogen. Über einen integrierten ABU zu diskutieren, ist am Ende des Projekts die Rede. Hiermit sollen Chancen der Zusammenarbeit ABU, BKU und Lernorte eröffnet werden.

hep Begegnungswoche hybrid vom 22. bis 27. November 2021

Von Cornelia Gerber

Nach der im Frühjahr erstmals rein digital durchgeführten Begegnungswoche, fand im November 2021 eine zweite Ausgabe der Begegnungswoche hybrid statt.

Die verschiedenen digitalen Veranstaltungen waren unter der Woche so organisiert, dass die 30’ bis 45’ Angebote kurz und knackig früh morgens und in der Mittagspause oder abends in Form eines 90’ Workshops genutzt werden konnten. So boten sich verschiedene Gelegenheiten zur didaktischen und methodischen Weiterentwicklung und einer individuell bedürfnisorientierten Zusammenstellung der Inhalte. Am Samstag standen in zwei Impulsreferaten, einem Expert:innengespräch sowie einem Mittagessen die persönlichen Gespräche im Mittelpunkt.

Im Fokus der Begegnungswoche lagen aktuelle und zukunftsorientierte Themen und das Kennenlernen von neuen Lehrmitteln und pädagogischer Fachliteratur. Im Bereich der Beruflichen Grundbildung und dem Allgemeinbildenden Unterricht standen handlungsorientierte Kompetenzen, deren Stärkung und die entsprechend zielführende Überprüfung im Zentrum.

So hat Dr. Gregor Thurnherr die Woche mit seiner interessanten Präsentation zum Thema «Handlungskompetenzen prüfen – Leistungsbewertung in der Berufsbildung» gestartet.

Ein spannendes Projekt, das sich im ABU besonders gut anbietet, wurde von Prof. Dr. Susan Müller, Prof. Dr. Eveline Gutzwiller-Helfenfinger und Aline Baumann vorgestellt. In der Unterrichtseinheit «myidea – Zukunftskompetenzen von Berufsschullernenden stärken», steht für die Lernenden das Planen und Aufbauen eines kleinen Unternehmens im Vordergrund.

Ein weiteres Referat widmete sich dem allgegenwärtigen Thema «Corona – was wir aus der Krise lernen können und sollten». Die Pandemie hat bewährte Zusammenarbeitsmöglichkeiten im Schulalltag verändert. Im Referat von Dr. Julia Schmengler und Armin Himmelrath wurden uns innovative Architekturkonzepte für Berufsfachschulen vorgestellt, die der neuen Art der Zusammenarbeit in Zeiten von Corona gerecht werden können.

Mit gleich zwei Workshops wurde das digitale Lehrmittel «mySkillbox» als innovative Online-Plattform für den ABU vorgestellt. In der «mySkillbox» wird sowohl individuelles als auch kollaboratives Lernen im ABU ermöglicht. Anhand von aktuellen Fragestellungen werden die Lernenden in verschiedenen Arbeitsbereichen lebensnah durch die beiden ABU-Lernbereiche geführt. Durch die Nutzung von Instrumenten und praxisorientierten Aufträgen eignen sich die Lernenden Wissen an und erweitern ihre Kompetenzen. Im Portfolio entwickeln die Lernenden ihre Selbständigkeit, in dem sie ihr Vorgehen reflektieren und digital dokumentieren.
Lernziele, Inhalte und Aufträge können von der Lehrperson individuell ergänzt und mit der Klasse geteilt werden. Bisher sind noch nicht alle ABU-Themen online. Weitere Inhalte werden laufend erarbeitet und online gestellt.

Nun ruht das Jahr nach so viel Leben

Nun ruht das Jahr nach so viel Leben
und sucht im Neuen seinen Sinn.
Zeit ist gehen und entschweben,
nie steht sie gänzlich still.

Auf das, was war, ein Auge richten,
was ging verloren, was tut noch weh.
Eine Hoffnung und ein Wünschlein vorwärts schicken,
damit verliert sich bald der letzte Schnee.

Monika Minder

Liebe Kollegin, lieber Kollege

Ein intensives Jahr voller Herausforderungen liegt hinter uns. Erneut stellte uns, neben allen Problemen des Alltags, die pandemische Lage immer wieder vor neue Herausforderungen, denen wir mit neuen Ideen und Umsetzungsmassnahmen begegnen mussten. Ich hoffe, du konntest die Feiertage im Kreise deiner Liebsten dazu nutzen, wieder zu Kräften zu kommen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und fühlst dich bereit für die vor uns liegende Zeit. In diesem Sinne wollen wir voller Zuversicht unsere Hoffnungen und Wünsche vorwärts schicken und ich wünsche dir von Herzen ein schönes, gesundes und unbeschwertes neues Jahr!

Herzliche Grüsse

Schweizerischer Verband für allgemeinbildenden Unterricht

Mathias Hasler

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit

Deshalb ist es wichtig, Demokratiebildung lebendig und fächerübergreifend zu gestalten und dabei BNE-Kompetenzen zu fördern. Die vielfältigen Lernmedien und Praxisbeispiele im Themendossier Demokratie und dem gleichnamigen Praxismagazin ventuno von éducation21 unterstützen Berufsschullehrpersonen bei dieser Aufgabe. Das Lernmedium voty.ch beispielsweise ist eine Lernplattform zur Demokratieförderung auf Stufe Sek II. Im Modul «Demokratie testen» können aktuelle nationale Abstimmungen in der Klasse diskutiert und durchgeführt werden.

Shape Your Trip

Das Programm zu nachhaltigem Reisen kehrt zurück – und das genau zur richtigen Zeit. Das Bedürfnis nach Reisen ist hoch. In einem kostenlosen Workshop von 2-3 Lektionen diskutieren wir mit den Lernenden, wie wir beim Reisen mit dem Dilemma zwischen sozialem Mehrwert und Umweltschäden umgehen. Im Anschluss erarbeiten die Lernenden konkret, wie sie ihre Reisen nachhaltiger gestalten. Gut durchdachte Reiseideen gewinnen beim Reisewettbewerb im Sommer 2022 tolle Preise.

Neu kann das Thema nachhaltig Reisen auch in einem digitalen Lernmodul erarbeitet werden. www.myclimate.org/shapeyourtrip

 
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