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3. Mai 2022

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Mai-News vom SVABU

 
 

hep-Begegnungstag, 26. März 2022, gibb Campus BMS Bern

Cornelia Gerber, Willi Schmidt

Herzliches Lachen, freudige Begrüssungen, überraschendes Wiedersehen, angeregte Diskussionen, gemütliches Miteinandersein bei feinem Essen, gemeinsamen Blinzeln in der Frühlingssonne und beim Abschied das traditionelle hep-Bärchen – nach zwei Jahren digital durchgeführter Veranstaltungen waren endlich wieder persönliche Begegnungen möglich.

Zwei Vorstandsmitglieder haben den SVABU am hep-Begegnungstag vertreten, um neue Mitglieder von der wichtigen Arbeit unseres Verbandes zu überzeugen.

Aus einer Vielzahl von spannenden und lehrreichen Workshops und Präsentationen über Literatur, Sprachförderung, Pädagogik, Präsentationstechnik, Allgemeinbildung, Ökologie, E-Lehrmittel oder Physik konnten die Teilnehmenden ein individuelles Programm für die persönliche Weiterbildung zusammenstellen.

Eingeleitet und abgerundet wurde der kurzweilige Begegnungstag durch folgende faszinierende und eloquente Referate über neue Arbeits- und Lernwelten:

Frau Dr. Barbara Josef referierte über den fundamentalen Umbruch der neuen Arbeitswelt. Eine Transformation zu einer Wissensgesellschaft könne nur gelingen, wenn Freiräume, Autonomie und Zusammenarbeit neu definiert, Vertrauen aufgebaut und Deals abgeschlossen würden. Beeindruckend argumentierte die Referentin anhand von 12 Thesen, dass auch in einer Wissensgesellschaft der Mensch nicht nur als eine Ressource betrachtet werden sollte.

Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger analysierte in seinem Referat die Auswirkungen der vergangenen, aktuellen und zukünftigen technologischen Möglichkeiten auf die neuen Lernwelten. Wichtig sei die Klärung der Fragen, welche Ziele mit den neuen Medien erreicht und welche Werte gestärkt werden sollen. Weil der digitale Raum als vierter Pädagoge zu implizierten Erwartungshaltungen führe und Big Data neben Effizienzgewinnen, Lernstandserfassungen und adaptiven Lernsystemen auch zu Kontrollverlusten und Profilbildung führe, sei zuerst die Frage zu klären: Welche Art von Schule wollen wir im digitalen Raum?

Sämtliche Referate, Workshops und Präsentationen stellt uns der hep-Verlag unter folgendem Link zur Verfügung. Herzlichen Dank, wir freuen uns bereits auf den nächsten Begegnungstag!

Präsentationsunterlagen

Der SVABU hat Einsitz in der Parlamentarischen Gruppe für Berufsbildung

Martina Staffelbach

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren mehrere Treffen wegen Covid-19 abgesagt werden mussten, konnte sich die Parlamentarische Gruppe für Berufsbildung während der Frühlingssession 2022 erstmals wieder im Salon Bernois im Casino Bern treffen.

Thema dieser Sitzung waren der Fachkräftemangel sowie Massnahmen zur Nachwuchssicherung. Dazu gab es drei Kurzreferate.

Annette Grünig, Vize-Präsidentin der OdA Santé und Projektleiterin des GDK-Zentralsekretariats, erläuterte den aktuellen Personalversorgungsbericht der OdA Santé. Sie hielt fest, dass Covid-19 den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen für alle sichtbar gemacht habe. Da Bund und Kantone sowie die Gesundheitsbranche jedoch schon seit längerem Massnahmen zur Nachwuchssicherung getroffen haben, beginnen jedes Jahr zahlreiche Jugendliche die Lehre als FAGE EFZ. Die Situation konnte schon zwischen 2012 und 2019 auf allen Qualifikationsstufen der Pflege verbessert werden. Problematisch ist laut Annette Grünig die Tatsache, dass bereits fünf Jahre nach Abschluss der Grundausbildung gut 20% der FAGE EFZ nicht mehr in Gesundheitsberufen arbeiten. Sie erachtet es als zentral, dass der Übergang von der Lehre in den Beruf besser begleitet und somit die Zufriedenheit im Beruf gesteigert wird.

Auch Alois Gartmann, Stv. Direktor und Leiter Bildung suissetec, bestätigte eine hohe Fluktuation. Gemäss einer Erhebung von 2015 brechen fast 30% aller Lernenden in den Installateurberufen der Gebäudetechnik die Lehre vorzeitig ab und weitere 21% bestehen die Lehrabschlussprüfung nicht. Um dem entgegenzuwirken, sind acht Vollzeitstellen für Bildungscoaches geplant, welche die Betriebe besuchen und beraten. Der Beruf des Gebäudetechnikers EFZ ist laut Gartmann in Bezug auf erneuerbare Energien einem grossen Wandel ausgesetzt, daher müsse man die Sachlage auch in Bezug auf die Entlöhnung überdenken.

Keine Nachwuchsprobleme kennt Serge Frech, Geschäftsführer bei ICT-Berufsbildung Schweiz. Die Lernenden in seiner Branche seien sehr zufrieden, jedoch gäbe es zu wenig Lehrstellen. Das Berufsfeld der Digitalisierung wachse exponentiell, so dass man bis 2028 einen Nettomangel von ca. 36'000 Fachkräften erwarte. Daher müssen, laut Frech, noch viele Lehrstellen geschaffen werden.

Mustafa Atici, NR, betonte in der anschliessenden Diskussion, dass Jugendlichen mit Migrationshintergrund und deren Eltern das triale Bildungssystem oft gar nicht bekannt sei. Hier sieht er Aufklärungsbedarf seitens Schule, Wirtschaft und Politik.

Dem SVABU ist ein regelmässiger Austausch mit Politik und Verbänden ein wichtiges Anliegen.

SDK-Forum zur Talentförderung

Theres Bernegger

Am 13. Januar 2022 war die Tagung in Olten der Frage gewidmet: «Wie können Berufslernende in der Schweiz in unternehmerischem Denken und Handeln gefördert werden?» Gerichtet war die Einladung der Schweizerischen Direktorinnen und Direktorenkonferenz (SDK) an Schul- und Fachschaftsleitende, Amtsleitungen und -vertretungen der Kantone sowie weitere Fachpersonen aus der Verbundspartnerschaft. Einführung, Input, 5 Key Notes wie auch ein Talk, vier Workshops und Erkenntnisse hieraus, Abschluss und Ausblick standen auf dem Programm.

Nach der Begrüssung und Einführung durch G. Berger und D. Kehl wurden im ersten Input, geleitet von Eveline Gutzwiller-Helfenfinger und Aline Baumann, Ideen von unternehmerischem Denken und Handeln (UDH) vorgestellt. Insbesondere die von der Idee bis zur Umsetzung mittels Marketings und Businessplan Barfusserlebnistouren «barfut adventscher» präsentierte prominent die Lernende, Joana Probst. In einem Workshop am Nachmittag wurden zudem vertiefte Erkenntnisse, didaktische Chancen, unter anderem konkret, wie alte Fahrradschläuche zu Gürtel werden, weitergegeben. Zugleich konnten die Teilnehmenden in Gruppen eigene Ideen umsetzen. Diese wurden dann auch bewertet und evaluiert. Andere Referenten wie Manfred Pfiffner widmeten sich in seinem Workshop den Zukunftskompetenzen 4K. Da die Lehrplanumsetzung dieses Innovationskonzeptes im Tessin, Wallis, Bern und Solothurn vollzogen ist, wurden Beispiele hiervon von Exponenten der Kantone Solothurn, Tessin und Wallis vorgestellt. Sandra Uhlmann und Georg Berger wiesen auf die Kriterien und Bedingungen zum Erlangen eines Zertifikats in UDH in ihrem Workshop hin.

Zum Abschluss der Tagung wurden Leitgedanken entwickelt, wurde auf Kriterien und Bedingungen für die Erlangung eines Zertifikats im unternehmerischen Denken und Handeln sowie auf den Entrepreneur Summit und Award hingewiesen.

Weiter Informationen zu UDH und Myidea finden Sie unter:

www.udh-ch.ch
www.myidea.ch

Herzliche Grüsse

Schweizerischer Verband für Allgemeinbildung

Mathias Hasler

Finanzhilfen für Berufsschul- und Unterrichtsprojekte

Die Vergabe der Finanzhilfen von éducation21 wurde neu ausgerichtet, um die Gelder noch besser für die Umsetzung und Verankerung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) einsetzen zu können. Dabei werden Projekte unterstützt, die sich durch einen langfristigen Ansatz auszeichnen und ohne zusätzliche finanzielle Mittel und inhaltliche Unterstützung nicht durchgeführt werden können. Innovative Ideen zur Integration ukrainischer Jugendlicher mittels BNE-Unterrichtsformen sind aktuell sehr wichtig und notwendig und werden deshalb in der Eingaberunde vom 31. Oktober 2022 bevorzugt behandelt.

 
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